Immer wieder fragen mich Eltern wie im Rahmen des Coachings eine so schnelle Veränderung vor sich gehen konnte, nachdem diese Eltern ihr Kind manchmal bereits seit kürzerer oder auch längerer Zeit mit nur geringen Verbesserungen bei einem oder sogar mehreren Therapeuten vorgestellt hatten oder nach anfänglicher Begeisterung und zunächst guten Fortschritten ein augenscheinlicher Stillstand eingetreten war.
Oft genug ist die Antwort auf dieses scheinbare Rätsel plötzlich offensichtlich: Da antwortet ein Mädchen auf die Frage, wer sie wäre, sobald sie keine Legasthenikerin mehr ist (als eine solche stellte sich die Zwölfjährige bei der ersten Stunde selbst vor), "sie sei dann ein Mädchen ohne Freunde!" Aus irgendeinem Grund, geisterte in ihr die Vorstellung herum, sie müsse dann als vermutlich Klassenbeste und Streberin ein Leben als Einzelgängerin führen. Es liegt auf der Hand, dass dieses Mädchen allen "herkömmlichen" Methoden gegenüber quasi immun war. Gleiches gilt für den Dreizehnjährigen, der mir genauestens erklärte, warum seine Gehirnzellen anders funktionierten und welche Stoffwechselstörung für seine Legasthenie verantwortlich sei. Dies habe er, so erklärte er mir, in einer wissenschaftlichen Sendung für Kinder gesehen. Darin sei übrigens auch erklärt worden, dass Legasthenie nicht heilbar sei, allenfalls durch viel, viel Lernen zu verbessern (was bei ihm übrigens sehr spontan zu Lustlosigkeit führte - was auch nicht verwunderlich ist, meinte er doch, etwas Lernen helfe am Ende sowieso nicht und die zwei Stunden am Tag, die er bereits lernte, zeigten sich nicht in besseren Zensuren).
Es leuchtet Ihnen sicher spontan ein, dass in diesen willkürlich herausgegriffenen Fällen, das "Problem" nicht die Fehler beim Schreiben waren, sondern eine tiefe Unsicherheit der Kinder wie sie mit ihren Schwierigkeiten fertig werden könnten. Um es ganz deutlich zu sagen: Keinem der Kinder war die eigene Ansicht wirklich bewusst. Nach außen hin gaben sie sich die äußerste Mühe so zu sein wie alle anderen. Erst die während des Coachings gestellten, ungewöhnlichen Fragen, brachten so etwas wie Licht in das Dunkel.
In diesen Fällen aber auch in vielen anderen zeigt sich die Wirkung der Hypnose oder einer geführten Trance besonders gut. Im entspannten Zustand kann ich hinderliche Gedankenmuster und Glaubenssätze schnell und leicht auflösen, so dass sich spontane Fortschritte einstellen und die Arbeit anderer Therapeuten endlich auf fruchtbaren Boden fallen. Und oft genug sind weitere Maßnahmen nicht mehr erforderlich.
Und die Reaktion der Kinder ist immer dieselbe: Sie genießen diese andere Art des Lernens.
Wenn also das, was Sie bisher getan haben, nicht zu dem gewünschten Erfolg führte, dann tun Sie ab jetzt etwas anderes. Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit sich seinen Fähigkeiten gemäß zu entfalten. Und: seine Fähigkeiten gehen in den meisten Fällen um ein Vielfaches über das hinaus, was Ihrem Kind andere Menschen zutrauen.



